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Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e.V. und ihr Angebot FRIDA Hildesheim

FRIDA unterstützt mit ihrem vielfältigen Angebot Senior*innen und ihre Angehörigen beim Älterwerden.
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Barbara Lantin – Kiesche              Natalie Vandreier                   Nicole Rath

Älter werden, sich Hilfebedarf eingestehen und Hilfe zulassen – das sind die Sorgen vieler Menschen. Dabei beschäftigen sich nicht nur ältere Menschen mit Themen wie Einsamkeit oder der eigenen Versorgung, auch ihre Angehörigen machen sich viele Gedanken, ob und wie sie die Begleitung in allen Lebenslagen tragen können. Insbesondere, wenn es demenzielle Veränderungen gibt oder die Diagnose “Demenz“ gestellt wurde.

Die Alzheimergesellschaft Hildesheim e.V. versucht hier mit ihren Unterstützungsangeboten Menschen mit Demenz und ihre Familien kompetent zu unterstützen und sie unter anderem durch ihr Angebot FRIDA zur Unterstützung im Alltag zu entlasten.

Die Angebote der Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e.V. umfassen:

-FRIDA Hildesheim (Freiwilligeninitiative für demenzerkrankte Menschen und pflegenden Angehörige)

- eine offene Selbsthilfegruppe

- eine Selbsthilfegruppe für Töchter und Söhne (z.Zt. jeweils an einem Montag im Monat)

-Psychosoziale Beratung

-Seminare, wie z.B. „Hilfe beim Helfen“ oder Kurse der Initiative „Demenz Partner“  der deutschlandweiten Kampagne der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

So bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, Sorgen, Ängste und Fragen zu besprechen und den individuellen Bedarfen und Wünschen personenorientiert zu begegnen. Ansprechpartnerinnen sind die hauptamtlichen Koordinatorinnen in der Beratung Barbara Lantin-Kiesche und Nicole Rath sowie Natalie Vandreier, mit dem Angebot der psychosozialen Beratung.

In den Beratungen können z.B. folgende Fragen geklärt oder Denkanstöße zur Lösung gegeben werden:

Wer unterstützt beim Einkaufen?

Woher bekomme ich Pflegeleistungen?

Wie kann ich sicherstellen, dass im Notfall Hilfe da ist?

Wie komme ich mit meiner erkrankten Mutter darüber ins Gespräch, dass ich die Unterstützung nicht mehr allein schaffe?

Wie kann ich als Angehörige*r Entlastung erfahren, um mich wieder meinen eigenen Angelegenheiten widmen zu können?

FRIDA hat sich 2005 aus einem Angehörigenkreis im Rahmen einer Selbsthilfegruppe entwickelt. Damals stellte sich die Frage, wer während der Treffen bei den Familienmitgliedern mit demenzieller Erkrankung bleibt. Aus dem Bedürfnis, in dieser Angelegenheit etwas zu tun, entstand 2008 die Freiwilligeninitiative FRIDA. Mit den Jahren ergab sich ein stetig wachsender Bedarf und professionelle Strukturen wurden ausgebaut. Den Mitarbeitenden ist es eine Herzensangelegenheit, Menschen würde- und respektvoll zu begegnen, ihnen zu vermitteln, dass sie - trotz Erkrankung – ein wertvoller Bestandteil der Gesellschaft sind und Teilhabe verdienen. Die Initiative ist ein Angebot der Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e.V. und kooperiert mit zahlreichen Diensten in Hildesheim, die gleiche oder ähnliche Aufgaben wahrnehmen.

Einen wichtigen Teil der Arbeit tragen die 25 ehrenamtlichen Helfer*innen des Angebots FRIDA. „Die Ehrenamtlichen ermöglichen einen Kreislauf der Entschleunigung“, sagt Natalie Vandreier, denn in den Kontakten mit der Klientel geht es häufig nicht um die Erledigung von bestimmten Angelegenheiten, die Pflege oder die Versorgung der Menschen. Vielmehr kann beim Singen, Musizieren, Spazierengehen, Vorlesen, usw. einfach der Moment genossen werden, ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Von dieser Entschleunigung profitieren auch die Ehrenamtlichen persönlich. Sie schenken in diesem Moment Echtheit.

Die Ehrenamtlichen Helfer*innen werden nach individuellen Bedürfnissen und Interessen in der Einzelbegleitung eingesetzt. Sie schenken der Klientel das „Bonbon an Extrazeit“. „Manche Ehrenamtlichen begleiten unsere Klient*innen schon seit mehreren Jahren, haben Familienanschluss gefunden und es haben sich Freundschaften entwickelt“, sagt Barbara Lantin – Kiesche, die Koordinatorin der Hilfen. Zu Beginn muss ein Grundkurs zum Basiswissen über Demenz besucht werden, der vom Verein erstattet und über die evangelische Familienbildungsstätte angeboten wird. Der nächste Kurs startet am 29.04. und umfasst drei Wochenenden jeweils freitags abends und samstags.

Bei der Arbeit mit Demenzerkrankten ist neben viel Empathie, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Offenheit und Geduld auch Kreativität gefragt, um die Anliegen der Klientel in den verschiedensten Situationen umsetzen zu können. Wenn ein*e Klient*in beispielsweise trotz schlechten Wetters keine Jacke anziehen, aber spazieren gehen möchte, sollte der*die Begleiter*in seinem*ihrem Gegenüber wertschätzend begegnen und spontan kreative Ideen haben, die Aktivität zu ermöglichen.  In der Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen geht es darum, Interesse am Gegenüber zu haben und gemeinsam eine gute Zeit erleben zu können.

Für diese oft sehr befriedigende Aufgabe werden dringend ehrenamtliche Helfer*innen gesucht, um das engagierte Team weiter zu verstärken. Regelmäßige Teamtreffen, die kompetente Unterstützung der Ehrenamtlichen und regelmäßige gesellige Zusammenkünfte sichern eine herzliche und engagierte Arbeit.

Alle Interessierten können sich telefonisch oder per Mail bei Natalie Vandreier aus dem Vorstand der Alzheimer Gesellschaft e.V. oder den hauptamtlichen Koordinatorinnen Barbara Lantin – Kiesche und Nicole Rath melden.

Alzheimer Gesellschaft Hidlesheim e.V.: kontakt@alzheimer-hildesheim.de, www.alzheimer-hildesheim.de  

FRIDA Hildesheim info@frida-hildesheim.de,  Tel.: 05121-693-163, www.frida-hildesheim.de


Sina Stanzel

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