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Talentiert und engagiert: Ahmed Abdalla

Die uneigennützige ehrenamtliche Unterstützung, die er selbst erfahren hat, hat ihn motiviert sich zu engagieren.

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Foto Ahmed Abdalla

„Es ist ein gutes Gefühl, anderen weiter helfen zu können“, sagt Ahmed Abdalla zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei Asyl e.V. (www.asyl-ev.de). Dort unterstützt er geflüchtete Menschen, indem er für sie Briefe übersetzt, sie zu Behörden begleitet, dolmetscht und berät. Ahmed weiß wie es ist, Unterstützung und Hilfe zu brauchen, wenn man neu zugewandert ist und nicht oder noch nicht so gut deutsch spricht. Er selbst ist im Sudan geboren, hat dort Architektur studiert, war politisch aktiv und setzte sich für die Menschenrechte ein. Vor acht Jahren ist er aus dem Westen des Sudans geflohen, wo seine Familie immer noch lebt.

Nachdem Ahmed durch Zufall in Deutschland gelandet ist, begann er Deutsch zu lernen. Dabei bekam er selbst Unterstützung und war beeindruckt von der uneigennützigen Hilfsbereitschaft, die er erfahren hat. Die deutsche Sprache lernte er schnell. „Du musst Lust haben zu dem, was du tust, dann kriegst du das auch hin“, sagt Ahmed, und konnte schon bald für seine Mitbewohner dolmetschen. Bei der Begleitung eines Mitbewohners zum Landkreis Hildesheim machte ihn eine Mitarbeiterin auf den Verein Asyl e.V. aufmerksam. Hier ist Ahmed nun schon seit 2015 ehrenamtlich tätig.

Durch seine Kolleg*innen bei Asyl e.V. bekam Ahmed gute Unterstützung bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit, denn am Anfang galt es viel zu lernen, bis ein Überblick über Institutionen und Ansprechpartner*innen da war. Wo gibt es welche weiterführenden Hilfen, welche kulturellen Unterschiede gibt es?

 „Man muss nicht alles wissen, aber wissen, an wen man sich wenden kann“, sagt Ahmed, „Für Detailfragen gibt es Expert*innen.“ Fast nebenbei lernte Ahmed dabei die deutsche Sprache und Kultur besser kennen.

Die Arbeit mit Menschen, sie zu unterstützen und ihnen helfen zu können macht Ahmed viel Spaß. Man geht ein Stück des Weges gemeinsam und dann wieder jede ihren/ jeder seinen eigenen Weg. Manchmal entstehen daraus auch Freundschaften. Auf meine Frage, wo Ahmed für sich persönlich eine besondere Herausforderung in seinem Ehrenamt sieht, antwortet er: „Auch mal Nein sagen zu können, wenn z.B. nachts jemand anruft, ich aber am nächsten Morgen früh raus muss.“  

Ahmed studiert ‚Soziale Arbeit‘ an der HAWK und wird voraussichtlich im nächsten Jahr seinen Abschluss machen. Nach dem Studium möchte er weiterhin geflüchteten Menschen helfen. Ob das in Deutschland oder anderswo auf der Welt sein wird, weiß Ahmed noch nicht.

Meike Biskup




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