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Beratungs- und Begegnungszentrum 'zusammenHalt' eröffnet

Es ist ein Ort, der Kräfte bündelt. Ein Ort, an dem sich aus der Ukraine geflüchtete Menschen treffen, austauschen und informieren können.
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Der Krieg in der Ukraine hat dramatische Folgen – mehrere Millionen Menschen sind auf der Flucht. Sie haben in großer Not ihre Familien, ihr Zuhause und ihr Hab und Gut zurückgelassen, um sich in einem der europäischen Nachbarländer in Sicherheit zu bringen. Meist sind es Frauen und Kinder, die sich auf den Weg gemacht haben. Sie wissen nicht, ob sie ihre Männer, Väter oder Söhne je wiedersehen. Auch in der Stadt Hildesheim finden viele Menschen aus der Ukraine Schutz. Bei Verwandten, Freund*innen oder in Gastfamilien, viele von ihnen sind in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, andere haben bereits eine eigene Wohnung angemietet.

Die Nachrichten, die uns erreichten und noch immer erreichen, lösten eine große Welle der Hilfsbereitschaft aus. In Hildesheim stellen sich viele engagierte Menschen in Eigeninitiative, in Vereinen und Verbänden und in Behörden den vor uns liegenden großen Aufgaben. Hildesheimer*innen stehen zusammen, um den hier ankommenden vertriebenen Menschen in größter Not zu helfen, ihnen Orientierung, Begleitung und aktive Unterstützung zu geben. Über ein vom Landkreis Hildesheim eingerichtetes Portal haben sich sehr viele Menschen gemeldet, die Wohnraum und Sachspenden angeboten haben, beim Übersetzen helfen, Begleitungen oder Fahrdienste anbieten. Engagierte aus der Stadt Hildesheim bekommen zeitnah eine Resonanz auf ihr Angebot, so dass die Hilfe möglichst schnell dort ankommt, wo sie benötigt wird.

Darüber hinaus hat sich die Stadt Hildesheim dafür entschieden, neben einem Servicecenter zur Registrierung der Geflüchteten ein zentrales Beratungs- und Begegnungsangebot zu initiieren. Dafür stellt die Klépierre Gruppe in der Arneken-Galerie zwei leerstehende Ladengeschäfte im ersten Obergeschoss kostenfrei zur Verfügung. Helfende, die ‚Begleitungen‘ oder ‚Kinderbetreuung‘ angeboten haben, wurden angeschrieben und gefragt, ob sie sich in den neuen Räumen engagieren möchten. Daraufhin haben sich über 60 Personen gemeldet, die nun von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr den Begegnungsraum mit Leben füllen werden.  Der Einsatz der vielen Freiwilligen wird ehrenamtlich durch die ökumenische Flüchtlingshilfe Flux koordiniert. Damit hat die Stadt Hildesheim als Trägerin für den Begegnungsraum einen erfahrenen und gut vernetzten Partner an ihrer Seite. Freitagnachmittags wird es in dem Raum verschiedene Kulturangebote geben.

Für das Beratungsangebot haben sich alle Migrationsberatungsstellen, das Bonus-Freiwilligenzentrum, das Jobcenter, verschiedene Fachdienste der Stadt Hildesheim, die Agentur für Arbeit und der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises bereit erklärt, professionelle Beratung vor Ort durchzuführen.

Am 13.05. wurde das Beratungs- und Begegnungszentrum ‚zusammenHalt‘ in der Hildesheimer Innenstadt durch den Oberbürgermeister Herrn Dr. Meyer eröffnet. Es ist ein Ort, der Kräfte bündelt. Ein Ort, an dem sich aus der Ukraine geflüchtete und vertriebene Menschen, die im Stadtgebiet von Hildesheim Zuflucht und Schutz gefunden haben, deren Familienangehörige, Gastgebende und Ehrenamtliche in der Ukrainehilfe treffen, austauschen und informieren können. Im Spielbereich können die Kinder betreut werden, im Lern- und Kreativbereich wird niedrigschwellig Deutsch gelernt.

'ZusammenHalt' ist ein temporäres Angebot, das bis zum Ende des Jahres 2022 läuft.

Allen Beteiligten, die das Zentrum 'zusammenHalt' tatkräftig unterstützen sei an dieser Stelle herzlich gedankt! Ohne sie wäre ein solches Angebot nicht möglich. 

Montag bis Freitag geöffnet!

Kernzeit Beratung vormittags: 10-12 Uhr

Kernzeit Begegnung nachmittags: 14-18 Uhr

Weitere Öffnungszeiten und welche Beratung wann genau vor Ort ist, hängen vor Ort aus oder  sind zu finden unter der  Stadt Hildesheim  zu finden. 

                                                                                              Meike Biskup

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