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Fahrradpilgern mit den Bischöfen

Meister und Wilmer tief beeindruckt von der Arbeit und dem besonderen Geist der Bahnhofsmissionen und ihren überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitenden.

Auch wenn der Tag mit leichtem Regen startete, machten sich am Samstag den 30.04.22 an den drei Bahnhofsmissionen in Hildesheim, Lehrte und Hannover jeweils 10 – 12 Bahnhofsmissionare mit dem Fahrrad auf den Weg zu einer Sternfahrt mit Endziel Lehrte. Begleitet wurden die Pilgergruppen von Bischof Ralf Meister (evang.) aus Hannover und  Bischof Heiner Wilmer (kath.) aus Hildesheim. Auf halber Strecke traf man sich in Bolzum, einem hübschen, lebendigen Dorf, etwa 12 km von Lehrte entfernt.
Die evang. Kirchengemeinde in Bolzum bereitete den Radlern, die aus den verschiedenen Richtungen eintrafen, einen sehr herzlichen Empfang in ihrem bienenfreundlichen Kirchgarten. Eine Begrüßung mit Musik vom Posaunenchor, ein kleiner Imbiss mit Brezeln und Getränken sowie eine ökumenische Puzzle-Aufgabe für die beiden Bischöfe  warteten hier auf die Pilger. Nach etwa einer Stunde ging es wieder aufs Rad und gemeinsam weiter Richtung Lehrte. Am jüdischen Friedhof kurz hinter Bolzum hielt die Gruppe noch einmal kurz inne, um daran zu erinnern, dass es in den Anfängen der Bahnhofsmissionen vor über 125 Jahren neben katholischen und evangelischen auch jüdische Bahnhofshilfsvereine gab, die junge Frauen und Mädchen davor bewahren wollten, am Bahnhof in falsche Hände zu geraten.

Die Gruppe, inzwischen angewachsen auf ca. 35 Radfahrer, setzte sich wieder in Bewegung und steuerte das Endziel am Gemeindehaus der kath. St. Bernward Kirche nahe des Lehrter Bahnhofs an. Weitere Bahnhofsmissionare, die nicht mitradeln konnten oder wollten, waren hier noch dazugekommen. Alle zusammen erwartete auf dem Hof der Kirchengemeinde der nächste musikalische Empfang: Diesmal von der Rhythmus- und Percussiongruppe „Stompany“, die in ihren Choreographien gerne Alltagsgegenstände wie Fahrradklinglen, Hupen, Flaschen, Lampen und dergleichen als Instrument verwendet.

Danach durften sich alle Gäste erst einmal bei Chili con und sine carne stärken und aufwärmen. Wer Lust hatte, konnte auf einem der Conference-Bikes Platz nehmen und eine kleine Spritztour zu siebt unternehmen. Auch die beiden Bischöfe hatten sichtlichen Spaß mit dem Gefährt.
In ihrer abschließenden Ansprache machten Meister und Wilmer noch einmal deutlich, wie tief beeindruckt und dankbar sie nicht nur von dem schönen Tag und den vielen Gesprächen sondern auch von der Arbeit und dem besonderen Geist der Bahnhofsmissionen und ihren überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind.
Zur Erinnerung an den Tag erhielten die Bischöfe eine Mappe mit Steckbriefen der Niedersächsischen Bahnhofsmissionen, eine Trinkflasche, den Pilgerpass sowie Fahrradflickzeug für die nächsten Fahrradtouren – vielleicht zu einer der 16 Bahnhofsmissionen in Niedersachsen…

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Den Fahrradpilgerpass kann man nach wie vor kostenlos in der Bahnhofsmission Hildesheim  erhalten und dann losradeln und Stempel sammeln.

Menschen, die sich bei der Bahnhofsmission engagieren möchten, sind herzlich willkommen.

Susanne Bräuer

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